Risum Skole / Risem Schölj

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vikingedage 2008


Flensborg Avis: "Ilden river i øjnene på rigtige vikinger"

Skoleprojekt. I en uge har alle elever fra Risum Skole fordybet sig i vikingernes verden. De fandt ud af, at livet har været hårdt, men sjovt.

RISUM. – Nu glemmer vi alt om skolepædagogik og politisk korrekthed, siger Jørgen Jensen Hahn, Risum Skoles leder. - Og så fortæller jeg jer, hvordan I skal gøre: i skal tage de her sække og klaske dem hinanden ordentlig på hovedet. Det ville være bedst, hvis I rammer den anden lige mellem øjnene.

Nej, rigtige vikinger har ikke forstand på de fine omgangsformer, og de ved heller ikke noget om mindretalsparagraffer og ligestilling. Det drejer sig om at overleve, og det gør man i kamp mand mod mand eller kvinde mod kvinde. Det gælder om at være den sejeste. Det ved også Christian Koch fra Berufsfachschule Sozialpädagogik i Nibøl og hans udfordrer, Christian Hansen fra Risum Skole. De to drenge knæler iført vikingedragter på halmballer og slår løs på hinanden, som om de ville vinde en vikingeprinsesses hjerte. Mand mod mand, sæk mod sæk – sådan går, indtil begge kamphaner til sidst nærmest samtidig falder på jorden.

En masse børn og voksne, der har dannet en rundkreds omkring sækkekæmperne, råber og skråler, så Risum Skoles vinduer nærmest ryster. Jo, der er rigtig gang i den denne fredag formiddag i området bagved den dansk-frisiske skole. Samtlige 32 elever har i en hel uge beskæftig sig med emnet Vikingerne kommer. Og en gruppe afgangselever fra Berufsfachschule Sozialpädagogik har hjulpet dem på vej.

- Vore elever blev delt op i grupper efter alder. Her satte de fokus på vikingemad, tøj, smykke og våben, der blev bygget en pilehus og en lerovn til brødbagning, fortæller lærer Ute Jessen fra Risum Skole. Og eleverne har været med til det hele. De har selv fundet på emnet og givet udtryk for, hvordan de vil prøve at tilegne sig vikingefænomenet – nemlig gennem leg og praktiske øvelser. - Vore afgangselever har bare stillet deres viden til rådighed, men det var børnene, der bestemte over forløbet af vikingeprojektet, siger Thomas Ehlers, der underviser på Berufsfachschule.

I går var det så så vidt. Elevernes forældre, søskende og bedsteforældre blev inviteret på en skefuld vikingesuppe med grøntsager og frisk bagt vikingebrød, og så var der lagt op til en aktionpræget opvisning. Sækkekamp, modeshow, smykkeudstilling og fællesspisning. Også børnene fra Risum Børnehave kiggede forbi sammen med deres pædagoger og medhjælpere.

- Afslutningsdagen skulle simpelthen være højdepunktet, og derfor har eleverne fra vores 7. og 8. klasse overnattet her udenfor for på skift at holde øje med ilden. Den måtte ikke gå ud, for så kunne de jo ikke bage brød til gæsterne, fortæller Ute Jessen. Ja, det er ikke så enkelt at leve sig ind i vikingernes verden. Om natten sover man dårligt, fordi man ligger ret hårdt, og røgen fra ildstedet river i øjnene. Men lidt sjovt er det trods alt, det måtte alle indrømme.

Af Holger Johannsen

Nordfriesland Tageblatt / Südtondern Nachrichten:

"Lebendige Projektwoche in Risum"

Waffen schmieden, Kleider nähen - die Schüler der friesisch-dänischen Schule waren mit Eifer bei der Sache. Angehende sozialpädagogische Assistenten begleiteten sie dabei.

Risum-Lindholm/ji - Die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der friesisch-dänischen Schule in Risum (Risem Schölj/Risum Skole) unternahmen für die Dauer einer Woche eine Zeitreise zurück in die Ära der Normannen. Unter dem Motto "Die Wikinger erobern Risum" führten sie eine Projektwoche durch. Unterstützt wurden sie dabei tatkräftig von der Abschlussklasse der angehenden sozialpädagogischen Assistenten, die in Kürze die Beruflichen Schulen des Kreises Nord- friesland, Abteilung Fachschule für sozialpädagogische Berufe, verlassen werden. Wie Schulleiter Jörgen Jensen Hahn am Vormittag der Präsentation aller Erfebnisse den zahlreich erschienenen Besuchern mitteilte, war die Mitwirkung der Fachschulabsolventen und der sie betreuenden Lehrkräfte - mit dem Klassenlehrer Thomas Ehlers an der Spitze - das Resultat einer zufälligen Begegnung zwischem letzterem und der Lehrerin Ute Jessen (Risem Schölj) auf dem Gelände der Jugendherberge Niebüll. Hier fand seinerzeit gerade auf freiwilliger Basis eine Projektwoche für Kinder zum Thema "Wikinger" statt. Die dort vorgestellten Vorhaben wurden im Wesentlichen von der Risumer Schule übernommen, die auch die Mädchen und Jungen des benachbarten Kindergartens in alle ihre Aktivitäten einbezog.

Die Kinder und Jugendlichen vom Vorschulalter bis zur neunten Klasse verteilten sich auf sechs Gruppen. Anregungen für ihre Arbeit holten sie sich bei einem gemeinsamen Ausflug zum "Hjemsted Oldtidspark" bei Skærbæk. Als besonders beliebt stellte sich das Projekt "Waffenschmiede" heraus. Dort entstanden Schwerter, Streitäxte, Pfeil und Bogen wie auch farbenfroh bemalte Abwehr-Schilde. In einer anderen Gruppe befassten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Herstellen von Kleidungsstücken: vom schlichten Umhang aus Sackleinen über - mit Naturfarben prächtig gestaltete - Tuniken bis hin zu stilvollen Accessoires wie Ledergürtel, Filztasche oder Schmuckköcher für Pfeile. Spezielle Schmuckartikel aus Speckstein, Leder und vielen anderen Materialien wurden häufig mit Runen beschriftet.

Die Erbauer eines Lehmofens mussten ihr Werk nach dessen Fertigstellung zwecks Trocknung beheizen und eine ganze Nacht hindurch bewachen. Thomas Ehlers behielt besonders das Bauen eines zeltähnlichen Grubenhauses mit einer Stirnwand aus Lehm im Auge, dessen Weidengeflecht erst in einigen Wochen ein geschlossenes Dach bilden werden. Viel Spaß hatten die Schülerinnen und Schüler am Kochen einer Gemüsesuppe am offenen Feuer, die auch bei ihren Gästen gut "ankam".

Mit viel Beifall bedacht wurden die Modenschau, bei der aneinander gestellte Gartentische als Laufsteg dienten, und die Austellungen der Schmuckartikel. Die Waffen kamen bei diversen Kampfspielen hervorragend zur Geltung.

Temperamentoll, dennoch völlig ungefährlich, ging es bei einem Wettkampf zu, bei dem zwei sich auf separaten Strohballen gegenüber sitzende Kinder nach Art einer Kissenschlacht mit ausgestopften Beuteln so lange aufeinander eindroschen, bis eines von ihnen den Halt verlor. Am Ende des Präsentations-Vormittags dankte Schulleiter Jensen Hahn allen, die zum Gelingen der Projektwoche beigetragen hatten. An die angehenden sozialpädagogischen Assistentinnen und Assistenten sowie deren Lehrkräfte gewandt sagte er: "Wie Ihr Euch für uns ins Zeug gelegt habt, das hat mir großartig gefallen." Er arbeite stets gerne mit Nachbarschulen zusammen. Im Namen der Angesprochenen dankte die Klassensprecherin Ivonne Dowedeit für die harmonische Zusammenarbeit. Die Ergebnisse der Projektwoche werden Sonnabend, 7. Juni, am "Tag der offenen Tür" vorgestellt.

 

Wochenschau Südtondern

Abschlussfest der Wikinger-Projektwoche in Risum: Einmal wie die Wikinger leben

RISUM-LINDHOLM (bkn) Hautnah erlebten die Schüler der Risum Skole/Risem Schölj, wie die Wikinger einst gelebt haben. In einer Projektwoche unter dem Motto „Die Wikinger erobern Risum“ lernten sie allerlei Nützliches und Vergnügliches aus dem Leben vergangener Zeiten. Unter Anleitung von Oberstufenschülern der Berufsfachschule Sozialpädagogik bastelten, bauten und kochten sie – die Ergebnisse ihrer Arbeit konnten Besucher auf einem Wikingerfest bestaunen.

Im Schulgarten wächst jetzt ein Wikinger-Haus aus Weidenstöcken, das der Schule auf Dauer erhalten bleibt. Auch ein selbstgebauter Lehmofen wird noch lange Zeit Zeugnis ablegen über die Eroberung durch die Wikinger. Noch in der letzten Nacht vor dem Fest übernachteten Schüler in der Sporthalle und bauten den Ofen. „Wir haben kaum geschlafen. In der Nacht mussten wir ständig das Lagerfeuer in Gang halten und neue Lehmschichten auflegen“, erzählt Lehrer Björn Ohlsen.

Trotz entgangenem Schlaf - am Festtag herrschte rege Betriebsamkeit im Wikingerdorf. Nils Leve nähte seine Kleidung, Ole bemalte sein Schwert. Kinder ritzten Runen ihrer Anfangsbuchstaben in Steine – Wikinger-Schmuckstücke entstanden. Die Suppe köchelte über dem Lagerfeuer. Und dann rief Schulleiter Jörgen Jensen Hahn zur Kampfeslust im Spiel. Auf Strohballen knieend hauten sich die Wikinger Sandsäcke nur so um die Ohren. Die Zuschauer johlten und feuerten ihre Favoriten an. Nach einigen Runden kullerten die Kämpfer ermüdet vom Stroh herunter. Inzwischen hatten sich andere Wikinger zu einer Modenschau versammelt. Das Finale stand auf dem Programm: Auf einem Laufsteg präsentierten die Wikinger ihre selbst geschneiderte Kleidung sowie selbst gebastelten Schmuck und Waffen: Kleider aus Jute, Ketten mit Steinanhängern, Pfeil und Bogen, Schwerter und Schilder. Das Publikum klatschte begeistert Beifall. Nach soviel Arbeit und Spiel trafen sich alle Wikinger rund um das Lagerfeuer zum Mittagessen mit vegetarischer Suppenkost und Stockbrot.

Lehrerin Ute Jessen ist begeistert von der Projektwoche: „Die Ergebnisse sind toll und die Zusammenarbeit mit der Berufsfachschule Sozialpädagogik war klasse.“ Angehende sozialpädagogische Assistenten leiteten die Kinder während des Wikinger-Projekt weitestgehend selbständig an. „Das ist eine ganz wichtige Praxiserfahrung für unsere Schüler“, betont der Klassenlehrer der Abschlussklasse der Berufsfachschule Sozialpädagogik, Thomas Ehlers. „Die Atmosphäre hier war sehr harmonisch“, fügt er hinzu. Nach dem die Berufsfachschüler das Wikinger-Projekt mit Kindern in der Jugendherberge Niebüll zum ersten Mal erprobt hatten, bestanden sie in Risum nun ihre zweite Feuertaufe.


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